Wie geht das Leben weiter, wenn man sein Kind durch Selbsttötung verloren hat? Dies berichtet Jutta Fischer von AGUS (AnGehörige Um Suizid) aus Main-Spessart in ihrem Gespräch mit Irena Težak. Insbesondere der Erfahrungsaustausch in der Gruppe, ihr Engagement für die Prävention und die Gründung ihrer eigenen Selbsthilfegruppe haben ihr geholfen mit dem Verlust ihres Sohnes umzugehen.
Wenn ein Kind stirbt ändert sich für Angehörige, besonders für Eltern und Geschwister, so viel, um nicht zu sagen, fast alles. Ob vor der Geburt, als Kleinkind, als Erwachsener, ob durch Krankheit, Unfall oder Suizid – in jedem Fall ist der Schmerz des Verlustes für Angehörige unfassbar groß. Der Selbsthilfeverein Verwaiste Eltern und trauernde Geschwister München e. V. bietet seit mehr als 30 Jahren umfassende Unterstützung – von der Akutbegleitung unmittelbar nach dem Tod, über die persönliche Beratung bis hin zu regelmäßigen Gruppenangeboten in Präsenz und online. Die beiden, selbst vom Tod des eigenen Kindes betroffenen, Vorstandsfrauen Freya von Stülpnagel und Petra Meyer berichten im Gespräch mit Irena Težak von ihren ehrenamtlichen Aktivitäten und warum sie sich bis heute engagieren.
Ruth Biller, die Gründerin der ARVC-Selbsthilfe e.V. spricht mit Irena Težak über den plötzlichen Herztod Ihrer 14 jährigen Tochter im Jahr 2011. Sie setzt sich seitdem auf unterschiedlichste Weise mit diesem Verlust auseinander und für Hinterbliebene und überlebende Betroffene ein. Dies nicht nur in Bayern und Deutschland, sondern inzwischen europaweit. Besonders wichtig ist Ihr die Einrichtung eines Patientenregisters und die Vernetzung.
Katharina Weil vom Chiemseehospiz in Bernau berichtet im Gespräch mit Irena Težak über ihre Arbeit als Psychologin in einem Hospiz. Sie spricht darüber, wie wichtig sie die Auseinandersetzung und Vorbereitung auf das Sterben schon im Leben findet und warum sie allen Angehörigen empfiehlt, sich einer Selbsthilfegruppe anzuschließen.
Irena Težak spricht mit Barbara Mühlberger von der AGUS-Selbsthilfegruppe Nürnberg über „Angehörige um Suizid“, also um Menschen, die Partner*in, Mutter, Vater, Kind, Enkelkind oder eine*n gute*n Freund*in durch Suizid verloren haben.